100 Jahre Griffelkunst – Eine Liebeserklärung
Teil 7
Laufzeit: 17. Mai 2026 – 07. Juni 2026
„Engel und Teufel haben sich richtig lieb“ ist der Titel eines Blattes von Blalla W. Hallmann und gibt einen guten Eindruck in den 7. Teil dieser Reihe. Die gezeigten Arbeiten versammeln sich unter Oberbegriffen wie Chaos, Provokation oder Protest. Der Grenzgänger Hallmann verstieß sicher in besonderer Weise gegen Konventionen und dem „Zeigbarem“. Ein schönes Beispiel historischer Fotografien ist Denise Bellon, deren Fotos von 1938 die 3. surrealistische Ausstellung in Paris mit Dali (A1) oder André Masson (A4) zeigen. Neben Anna und Bernhard Blume, die sich spießig, fröhlich surreal im sterbenden, deutschen Schwarzwald der 80er Jahre abbilden, sind ebenso Wimmelbilder von Moritz Schleime, die Geheimorte und Fabelreisen von Daniel Roth sowie Arbeiten von Stankowski, Schwontkowski und die drucktechnisch aufwendigen Editionen von Dückerhoff, in denen geisterhaft eine zusätzliche Ebene sichtbar wird, vertreten.
- Denise Bellon
- Anna und Bernhard Blume
- Jürgen von Dückerhoff
- Blalla W. Hallmann
- Daniel Roth
- Moritz Schleime
- Norbert Schwontkowski
- Anton Stankowski
Teil 6
Laufzeit: 19. April 2026 – 10. Mai 2026
Der Oberbegriff für die nun sechste Ausstellung unserer Reihe „100 Jahre Griffelkunst“ ist „Architektur“. Die Fotos von Heidi Specker (Kleine Kirche) sind ein Paradebeispiel der brutalistischen Betonarchitektur, die die Kirche im französischen Nevers eher als Bunker statt als Gotteshaus erscheinen lassen. Stephen Wilks gibt uns Einblicke in alltägliche Lebensumfelder einer Großstadt, während Elisabeth Neudörfl ländliche Kleinstansiedlungen in den USA wie im Film an uns vorbeifahren lässt. Petra Wunderlich zeigt uns einen stillgelegten Steinbruch, aus dem einst Paläste und Gotteshäuser, aber auch Skulpturen und Säulen entstanden. Und Oliver Boberg richtet seinen Blick auf Un-Orte und Passagen wie z.B. Randstreifen, Niemandsland oder verlassene Kleinstadtstraßen. Es handelt sich um abseitige Situationen, die kaum jemand bewusst wahrnimmt und dennoch sind sie allgegenwärtig.
- Oliver Boberg
- Elisabeth Neudörfl
- Heidi Specker
- Stephen Wilks
- Petra Wunderlich
Teil 5
Laufzeit: 22. März 2026 – 12. April 2026
Nun startet bereits die fünfte Auflage unserer kleinen Ausstellungsreihe. Diesmal ist das Leitmotiv die Schnittstelle „Natur/Kultur“. Prominent darunter sind die historischen Aufnahmen von Karl Blossfeld, die „(Schul-)Tafelzeichnungen“ von Joseph Beuys, die Serie „Sommer wie Winter“ von Walter Dahn und die Photogramme von Eske Schlüters. Mark Dions Lehrtafeln und Walter Dahns CD geben einen Eindruck, wie breit das Editionsprogramm der Griffelkunst reicht.
- Joseph Beuys
- Karl Blossfeldt
- Walter Dahn
- Mark Dion
- Alfred Ehrhardt
- Marten Lange
- Eske Schlüters
Teil 4
Laufzeit: 22. Februar 2026 – 15. März 2026
In der letzten Ausstellung zeigten wir Editionen aus den späten 60er Jahren, als eine professionelle Jury die Künstler vorschlug und wählte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. In Teil 4 zeigen wir Arbeiten aus den letzten Wahlen.
- Kerstin Brätsch
- Sven Johne
- Jonathan Monk
- Marcel Odenbach
- Katharina Sieverding
- Jorinde Voigt
- Johannes Wohnseifer
Teil 3
Laufzeit: 18. Januar 2026 – 08. Februar 2026
Ende der 60iger Jahre etablierte die Griffelkunst einen professionellen Beirat, der Vorschläge zu Künstlern machte, aus welchen eine Jury auswählte. Aus diesem „Beginn“ der heutigen Griffelkunst zeigen wir einige Beispiele in unserer dritten Ausstellung.
- Bernd und Hilla Becher
- Marcel Broodthaers
- Christo (Christo Javatscheff)
- Sigmar Polke
- Gerhard Richter
- Dieter Roth
- Fred Sandback
Teil 2
Laufzeit: 23. November 2025 – 21. Dezember 2025
In der zweiten Ausstellung unserer Reihe zeigen wir besonders typische Arbeiten von einigen „Weltmeisterkünstlern“ aus den späten 90er Jahren aus einer Kölner Privatsammlung. Es handelt sich um Werke von
- Peter Doig
- Nan Goldin
- Kiki Smith
- Michel Majerus
- Ralf Peters
- Thomas Schütte
- Peter Piller
- Sigmar Polke
Teil 1
Laufzeit: 12. Oktober 2025 – 16. November 2025
Den Anfang unserer Ausstellungsreihe machen die ersten Griffelkunstarbeiten aus den frühen 90er Jahren einer Kölner Privatsammlung. Gezeigt werden Werke von
- Dan Asher
- Günter Förg
- Hubert Kiecol
- Asta Gröting
- Moholy Nagy
- Georg Herold
- Martin Noell
Die Griffelkunst wurde 1925 von dem Hamburger Volksschullehrer Karl Böse gegründet. Zu Beginn der 1900er Jahre ging es um die kunstpädagogische Idee, dem Bürger Kunst in Form von preiswerten graphischen Blättern näher zu bringen.
In der Volksschule Langenhorn, der heutigen Fritz-Schumacher-Schule, wurde die Griffelkunst Vereinigung gegründet. Bei einem jährlichen Treffen konnten die damaligen Vereinsmitglieder aus mehreren Editionen eines einzigen Künstlers auswählen.
Heute, 100 Jahre später, hat die Griffelkunst Vereinigung 4.500 Mitglieder und ist in 88 Ortsgruppen organisiert. Für den Mitgliedsbeitrag von aktuell 200,- € erhält jedes Mitglied 4 Blätter, die halbjährlich von 6 Künstlern und jeweils 6 Blätter ausgewählt werden können. Die Mitglieder können weitere Blätter zum aktuellen Preis von 45,- €, sowie zusätzlich Blätter oder auch Objekte aus Sondereditionen erwerben. Die Auflage jeder Edition richtet sich nach der Anzahl der Bestellungen durch die Mitglieder.
Wir von Haus Mödrath sind von dem Gedanken begeistert, Kunst für Jedermann günstig zugänglich zu machen und damit auch zu zeigen, dass gute Kunst in den eigenen 4 Wänden nicht den Superreichen vorbehalten ist. Mit der Eröffnung von Haus Mödrath im Jahr 2017 haben wir eine Griffelkunstortsgruppe für Kerpen gründen dürfen. Jeder Bürger aus Kerpen und dem Erftkreis kann Mitglied in unserer Griffelkunstgruppe werden.
Zum 100. Geburtstag der Griffelkunst können wir nun aus einer Kölner Privatsammlung im Wechsel von 4 Wochen insgesamt knapp 300 Griffelkunstarbeiten aus den vergangenen 35 Jahren unter dem Titel „Eine Liebeserklärung“ in unserem Atelier zeigen.
Der Eintritt zu der Griffelkunstausstellung ist frei.